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Weltweit 1,3 Millionen Verkehrstote pro Jahr alarmieren UNO PDF Drucken E-Mail
Politik
Autor: Christian Holger Strohmann   
Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 18:40 Uhr

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon bedauerte kürzlich in New York die Tragik sinnloser Todesfälle und Verletzungen, die falsches Verhalten im Straßenverkehr täglich fordert. Er mahnte die Verantwortung von Regierungen an, ihre Anstrengungen zur Unfallverhütung mit innovativen Plänen für die Verringerung der Risiken zu verstärken.


“Mit dem globalen Plan für eine 10-Jahres-Kampagne zur Erhöhung der Verkehrssicherheit haben wir eine Richtschnur. Unser Ziel ist es, fünf Millionen Leben bis zum Jahr 2020 zu retten“, sagte Ban anlässlich der ersten Dekade für Sicherheit auf den Straßen, die er am 11. Mai 2011 gemeinsam mit dem New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg eröffnete.

 

Bessere Infrastruktur und Verkehrsüberwachung gefordert


Die Dekade soll vor allem auf die Einschränkung der fünf Hauptrisiken einwirken, die am häufigsten zu Unfällen mit schweren Folgen führen. Dazu gehören überhöhte Geschwindigkeit, Fahren unter Alkoholeinfluss, Verstöße gegen die Anschnallpflicht, Nichtbenutzung von Helmen durch Zweiradfahrer und das Vernachlässigen von Kindersicherungen. Aber auch eine bessere Infrastruktur und Erneuerungen bei Verkehrsregelung und -überwachung seien wichtig, sagte der UNO-Generalsekretär.

In Deutschland wird zum Beispiel laut Professor Dr. Dieter Müller von der Sächsischen Polizei von 600 Trunkenheitsfahrten durchschnittlich nur eine entdeckt. So mussten sich 0,19 Prozent aller deutschen Führerscheinbesitzer im vergangenen Jahr der Medizinisch Psychologischen Untersuchung (MPU) wegen und Alkohol-, Drogen-, Verkehrs- und Strafdelikten unterziehen.

Trend zum Fahren unter Drogen steigt in Deutschland


Von diesen 102.000 Gutachten betrafen 60 Prozent das Thema Alkohol. Der Anteil von Alkoholdelikten im Verkehr ist allerdings seit Jahren nicht zuletzt wegen verschärfter Strafmaße rückläufig. Begutachtungen im Drogenbereich nehmen dafür zu. Zirka 600.000 Deutsche haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums einen problematischen Cannabiskonsum. 200.000 sind als Konsumenten illegaler Drogen registriert, zirka 1,4 Millionen sind medikamentenabhängig. Aber alle von ihnen nehmen mehr oder weniger rücksichtsvoll am öffentlichen Straßenverkehr teil.

Im ersten Quartal 2011 starben auf deutschen Straßen bereits 742 Menschen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind das 16 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Gesamtunfalltendenz in Deutschland zwischen Januar und März 2011 liegt mit 525.200 registrierten Fällen jedoch um 7,9 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2010.

Hälfte aller tödlichen Unfälle auf der Welt in ärmeren Ländern


In New York würdigte der Chef der Vereinten Nationen Bürgermeister Bloomberg für seine “dramatischen Anstrengungen”, die Straßen und Autobahnen der Stadt sicherer für Fahrer, Mitfahrer, Fußgänger, Radler und Motorradfahrer zu machen. Auch dankte er Bloomberg für eine Spende von 125 Millionen US-Dollar, die Verkehrssicherheitsprojekten in 10 Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen zu Gute kamen. In jener Kategorie von Staaten wird jährlich fast die Hälfte aller Verkehrstoten registriert.

Die erste globale Aktionsdekade für Verkehrssicherheit wurde von der UNO initiiert, um eine Gefahrenquelle einzuschränken, die jedes Jahr geschätzte 1,3 Millionen Menschen tötet und weitere Millionen verletzt, viele davon erleiden bleibende Schäden.

Verkehrsunfälle sind häufigste Todesursache bei Jugendlichen


Zahlreiche Regierungen der Welt schlossen sich bereits dieser Kampagne an und erarbeiteten Sicherheitspläne, von denen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hofft, dass sie den Weg für eine vereinte und schlagkräftige Reaktion auf das Problem ebnen.

Verkehrsunfälle stehen weltweit in der Rangliste der häufigsten Todesursachen an neunter Stelle und verschulden heute bereits die meisten Todesfälle unter den 15- bis 29-Jährigen. Zwischen 20 und 50 Millionen Verkehrsteilnehmer erleiden darüber hinaus jährlich Verletzungen ohne Todesfolge. Die Tendenz ist dabei immer noch steigend. Für das Ende dieses Jahrzehnts wird die Zahl der Verkehrstoten mit 1,9 Millionen prognostiziert.

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. Juni 2011 um 08:56 Uhr
 

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