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AKW Biblis: Zensur von Strahlenwerten - zum Schutz vor "laienhafter Interpretation" PDF Drucken E-Mail
Umwelt
Autor: Celia de Rosa   
Dienstag, den 29. März 2011 um 19:57 Uhr

Atomkraftwerk BiblisDie deutschen Wetterstationen auf Fehmarn und Schleswig dürfen derzeit ihre gemessenen Strahlenwerte nicht mehr bekannt geben. Dies obliegt nun ausschliesslich dem Bundesamt für Strahlenschutz und dem Bundesumweltministerium. Diese entscheiden, ob und welche Werte veröffentlicht werden, und wenn sie veröffentlicht werden, kann niemand nachprüfen, ob die Werte zutreffend sind.

 

Reaktorunfall in Biblis wird vertuscht

Zaghaft und spärlich hat das Bundesamt für Strahlenschutz eingeräumt, daß in Biblis ein erneuter Zwischenfall eingetreten ist. Wird hier Zensur betrieben, um die Bevölkerung über einen gerade eingetretenen Reaktor-Unfall in Biblis zu täuschen? Wer garantiert, daß die nunmehr wieder aufgetauchten Strahlenwerte zutreffend sind, wenn alle Vergleichswerte unter Verschluß gehalten werden?

 

17.25 Uhr: Kühlerdefekt in Biblis A: Im derzeit abgeschalteten Atomkraftwerk Biblis A wurde vom Betreiber RWE ein Defekt an einem Kühler des Lagerbeckens für abgebrannte Brennelemente gemeldet.

Die Überprüfung ergab an einer Rohrverbindung eine geringfügige Korrosion, wie das Umweltministerium am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Angeblich habe keine Gefährdung des Personals oder der Umgebung oder der Anlage bestanden.

Noch am gleichen Tag erschienen allerdings auf der Seite des Bundesumweltministeriums erhöhte Strahlenwerte, die rein zeitlich nicht eine Erhöhung durch Fukushima sein konnten. Danach wurde die schematische Darstellung vollständig aus dem Netz genommen.

Parallel dazu hat die Eu wie erwartet die Grenzwerte für Radioaktivität bei Lebensmitteln erhöht:

 

19.07 Uhr: Höhere Radioaktivitäts-Grenzwerte in der EU für Lebensmittel:

Seit 26.03.2011 gelten in der EU höhere Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel aufgrund einer Eilverordnung, mit der die EU-Kommission als Reaktion auf Japan eine nukleare Notsituationen ausgerufen hat.

Normalerweise liegen die Maximalbelastungen der meisten Lebensmittel für Cäsium-134 und Cäsium-137 bei 600 Becquerel. Seit Samstag sind es 1250 Becquerel.

Für Milcherzeugnisse sind nun statt 370 Becquerel 1000 Becquerel erlaubt.Laut EU-Kommission sei der Vorwurf der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch unzutreffend, sie habe die Grenzwerte aufgrund der Katastrophe in Japan erhöht. Tatsächlich sollen die Maximalbelastungen schon 1987 als Reaktion auf die Tschernobyl-Katastrophe festgelegt und seitdem nicht mehr verändert worden sein. Allerdings galten sie nur im atomaren Notfall, der am Samstag erstmals seit Tschernobyl ausgerufen wurde.

 

Verschwiegener Atomunfall in Spanien mit Folgeschäden bis heute

Ähnlichkeiten der Vertuschungspolitik mit dem schweren Atomunglück im Jahr 1966 wie z.B. dem Absturz eines US-Bombers, der mit 4 Atomsprengköpfen in der Gegend von Almeria/Spanien im Jahr 1966 abstürzte, sind sicher rein zufällig.

 

Im Dezember 2009 teilte der damalige spanische Außenminister Miguel Ángel Moratinos seiner US-amerikanischen Kollegin Hillary Clinton mit, die Veröffentlichung der Studie über die aktuelle radioaktive Verseuchung könne dazu führen, dass sich die öffentliche Meinung in Spanien gegen die USA richtet. Quelle: Wikipedia/Palomares

 

Bei dem Absturz wurden 2 der Atombomben derart beschädigt, daß Plutonium austrat. Der bevölkerung wurde nichts über die gesundheitlichen Gefahren mitgeteilt, die US-Behörden erklärten sich bereit, den verseuchten Boden abzutragen, welcher angeblich nach USA verbracht wurde. Allerdings ist im Raum Palomares ein unterirdisches, bewachtes Lager entstanden, wo die strahlenden Hinterlassenschaften nun gelagert sein sollen.

 

Wiederum ist aber in Almeria der weltweit größte Anbau von Obst und Gemüseplantagen unter kilometerlangen Plastikabdeckungen, wovon 80% des Gesamtexportes der spanischen Agrarindustrie erfolgt. Neben der Tatsache, daß hier tonnenweise Pestizide Mensch und Umwelt vergiften, sollte eigentlich auch die Frage nach Palomares und seiner "Strahlung" noch immer relevant sein, insbesondere da das Gebiet nach wie vor verstrahlt ist.

Davon wird nur den Verbrauchern bis heute fast nichts mitgeteilt, in wenigen Publikationen kann man erfahren, welch dramatischer Zwischenfall sich durch den Absturz einer Militärmaschine ereignete.

Insofern sollte die Diskussion nicht  "weg von Kernkraftwerken" lauten,  sondern insgesamt "weg von Atomkraft".

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. März 2011 um 15:16 Uhr
 

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