Joohopia Template

Newsticker

Autoren-Log In

Karitatives

Möchten Sie Ihr Anliegen hier publizieren? Dann diesem Link folgen!

 
 

Eisbärentod im Zoo - Knut starb an Hirnerkrankung PDF Drucken E-Mail
Natur
Autor: Celia de Rosa   
Samstag, den 19. März 2011 um 23:56 Uhr

Daß Eisbären Tiere der Kälte  sind, weiß jedes Kind. Die Haltung in Zoos in klimatisch milder Umgebung , insbesondere auf relativ kleinem Raum, setzt diese wilden Tiere in eine Art Dauerstreß. Selbst wenn man Eisbären von Hand aufzieht, bleiben sie dennoch wilde und nicht zähmbare Tiere, die in den künstlichen Refugien zahlreiche Stereotypien entwickeln. Knuts früher Tod kam daher nicht völlig unerwartet:

Laut Peta weisen sogar 95% aller Zooeisbären sichtbare psychische Verhaltensstörungen auf, und das Nachzuchtprogramm der elf Zoos, welche Eisbären züchten, ist ernüchternd: rund 65% aller Bärenbabies überleben nicht das erste Lebensjahr.

Diejenigen, die wider Erwarten älter werden, sterben früh: rund 75% finden vor dem 15. Geburtstag einen frühen Tod - genau wie Knut, das weltweit bekannteste Bärenkind vom Berliner Zoo. Dies möglicherweise auch eine Folge der Inzucht, die sich aus der relativ kleinen Population der Zooeisbären zwangsläufig einstellt.

Initiativen wie Peta fordern daher, die Haltung von Eisbären in Zoos komplett zu verbieten.

Tierfreunde plädieren für die Aufzucht der Tiere in Gefangenschaft, um die Population der Eisbären zu erhalten, deren Lebensraum, das Ewige Eis, langsam dahinzuschmelzen droht. Dies ist auch das Haltungsargument der Zoos. Knuts Aufzucht bescherte dem Berliner Tierpark als Nebenprodukt der Arterhaltung Millioneneinnahmen. Sein früher Tod wird daher wohl nicht nur aus Tierliebe bedauert, denn er war Publikumsmagnet bis zuletzt. Sein Tod sollte also nicht nur Anlaß zur Trauer, sondern auch Mahnung zur Vernunft sein. Tierschutz kann auch heißen, eine Tierart nicht in Gefangenschaft zu halten.

UPDATE 22.03.2011 18.00 (Quelle: N24)

Der Berliner Eisbär Knut hat an einer schweren Hirnerkrankung gelitten. Ob diese auch zu seinem plötzlichen Tod geführt hat, muss noch weiter untersucht werden. Erste Sektionsergebnisse des Leibniz-Instituts zeigten "deutliche Veränderungen des Gehirns", die auch als Todesursache werden könnten, teilte der Zoologische Garten mit.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. März 2011 um 18:19 Uhr
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Werbung

   
 
Copyright © 2017 Independent Pressgroup. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.

 

tmpl by joohopia