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Von der Pest bis zur Ratte - vom Schädling zum Haustier PDF Drucken E-Mail
Natur
Autor: Toshite Taberu Hitodesu   
Freitag, den 25. Februar 2011 um 22:05 Uhr

RatteDie meisten Menschen überkommt bei dem Gedanken an Ratten Angst und Ekel. Verständlicherweise haben viele Menschen Abscheu und Abneigung, wenn sie Ratten im Haus haben. Die langen Vorderzähne, die scharfen Krallen, der augenscheinlich nackte Schwanz und diese kleinen meist schwarzen Augen.

Früher, als es noch keine Abwasserkanäle gab, galten Ratten allgemein als Plage. Sie nisteten sich in Scheunen ein, fraßen die Ernte und machten die Menschen krank. Schädlinge eben.

 

 

Als die Pest die Menschen überkam, machte man zuerst die vielen Katzen, die in Scheunen und auf dem Feld lebten, für die Krankheit verantwortlich.

Katze weg, Ratte da

Demzufolge wurden alle Katzen vergiftet und die Ratten konnten sich explosionsartig vermehren, da sie keinen richtigen Feind mehr hatten. Da wildlebende Ratten natürlich immer Flöhe und andere Parasiten  haben, waren auch damals die Nager  befallene Überträger. Die Pest wurde aber nicht von den Ratten, sondern von ihren kleinen Untermietern - dem Rattenfloh, übertragen.

Der Floh legt seine Eier auf dem Fell der Ratte, diese wiederum bewegt sich in Getreidespeichern , putzt sich, kratzt sich oder schüttelt sich, und wirft somit die vielen kleinen Floheier auf die Ernte ab.

Die Menschen haben dieses Getreide gegessen und somit auch die Floheier in sich aufgenommen, welche im Inneren der Körper als Würmer geboren werden und den Magen-Darm Trakt befallen und sich langsam im gesamten Körper ausbreiten. Erst so konnte sich die Pest derartig verbreiten.

Doch warum hat die Ratte auch jetzt noch so einen schlechten Ruf?


Mit Ratten werden Krankheiten in Verbindung gebracht, Schmutz und Parasiten.
Die wenig spezialisierten und somit sehr anpassungsfähigen freilebenden Tiere gelten gemeinhin als Nahrungsmittelschädlinge.

Der in der Landwirtschaft durch sie verursachte Schaden ist enorm da, wo sie keine natürlichen Feinde haben, so dass gegen sie Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. Zudem treten sie in Gartenanlagen auf, wo besonders Wurzeln und Knollen angenagt werden.

Auch Gebäude werden in Mitleidenschaft gezogen, weil diese Nager Wasser- , Abwasser- und Stromleitungen beschädigen können. Zudem ist die Verbreitung von Krankheitserregern durch die Ratte ein Problem, und nach der Schädlingsbekämpfung müssen die Räume zusätzlich desinfiziert und von Kot gereinigt werden. Freilebende Ratten sind neben anderen kleinen Nagern Reservoirwirte für diverse Borrelienarten (Bakterien), die dann von Vektoren wie z.B. Zecken und Flöhen auf Tier und Mensch übertragen werden können.
Besonders die Ratten in New York gelten zudem als sehr agressiv.

Doch Ratten haben ein planendes und intelligentes Gehirn

Was die wenigsten Menschen wissen ist, das Ratten sehr kluge und vorausschauende Tiere sind. Anders als andere Nager verfügen sie über eine sehr hohe Intelligenz, die sie sehr gut zu nutzen wissen.

Rattenherz.de schreibt:

Studien ergeben, das sich die Intelligenz der Nager daran messen lässt, wie genau sie die Zukunft vorraussagen können. Wir Menschen glauben, klüger zu sein als die Ratten, doch Ratten denken und planen im voraus, genau wie wir Menschen(...) Bei ihren Plänen, in menschliche Wohnungen zu gelangen, erwegen die Ratten viele mögliche Entwicklungen und haben stets alternative Pläne in der hinterhand(...)

Die Wissenschaftler sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Ratten, wenn sie durch die Gegend laufen, vielmehr tun als nur herumrennen. Sie lernen den Raum auswendig, in dem sie sich bewegen. Auf diesem Gebiet sind Ratten unschlagbar!

Mehr dazu auf Rattenherz.de

Von wegen Nackt - der Rattenschwanz

Planet-wissen.de schreibt in einem Artikel über Ratten:

RattenschwanzDer Rattenschwanz hat ein schlechtes Image und trägt wesentlich zum Ekeleffekt bei, den die Ratte bei vielen Menschen auslöst. Zu Unrecht, denn der Rattenschwanz ist alles andere als nackt. Er ist von zahlreichen Schuppenreihen umgeben, dazwischen wachsen Haare, die als feine Antennen bei der Orientierung helfen. Der Schwanz dient der Ratte dazu, beim Klettern die Balance zu halten. So werden hochseilakrobatisch anmutende Kletteraktionen möglich und die Taue am Hafen ein bequemer Steg zu den Lagerräumen der Frachter. Zusätzlich hilft der Ratte beim Klettern ein hochentwickeltes Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Aber nicht nur zum Klettern braucht die Ratte ihren Rattenschwanz. Über ihn wird auch die Körpertemperatur geregelt.

 

Ratten sind schmutzig

Leider gibt es einen allgemeinen und sehr großen Irrtum, der besagt, Ratten seien schmutziege Tiere.Eine Ratte verbringt beinahe den gesamten Tag damit, sich und ihre Gruppenmitglieder zu putzen. Die kleinen Nager sind genauso sauber und reinlich wie eine Katze es sein kann. Hält man die Tiere in Käfigen (Domestizierte Farbratten), dann kann man gut beobachten wie sie sich verhalten.

Vor jeder Mahlzeit wird das Gesicht und die Pfoten "gewaschen" genauso nach der Mahlzeit. Das Geschäft wird nur in einer bestimmten Ecke des Käfigs verrichtet, das Schlafhäuschen und der Futterplatz bleiben stets sauber. Auch der Schwanz wird sehr oft durch Sauberlecken gereinigt. Farbratten neigen auch dazu, ihrem Besitzer, insofern sie handzahm sind, hin und wieder mal die Finger zu lecken oder wenn sie auf die Schulter dürfen, über das Ohr zu lecken.

Hausratten sind keine Farbratten

Man gehe nun nicht zum nächsten Zoogeschäft, um sich eine Ratte zu holen. Ratten sind Gruppentiere und dürfen niemals alleine gehalten werden.

Desweiteren ist die Haltung dieser durchaus anspruchsvollen Tiere sehr zeitaufwendig und kostspielig. Ausserdem gehört die Hausratte, welche sich in Dachböden, Kellern oder Wänden einistet, nicht zur Gattung der domestizierten Farbratte und ist somit auf keinen Fall in einem Käfig zu halten.

Falls  trotzdem Interesse an diesen kleinen Nagern besteht, dann bietet  Diebrain.de Informationen zur Rattenhaltung an und zeigt auf Seiten wie der Rattennothilfe München Tiere, die auch in Tierheimen sitzen und auf Vermittlung warten.

 

  • Bildnachweis

Kanalratte von S. Hofschlaeger / pixelio.de

Rattenschwanz von brue / Flickr.com

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. März 2011 um 11:56 Uhr
 

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