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Was taugt das Guttenplag Wiki? PDF Drucken E-Mail
Internet
Autor: Celia de Rosa   
Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 05:39 Uhr

Wenn man Wiki hört, denkt man an Wikipedia und die mittlerweile rasante Beitragsprüfung, die die Wikipedia zu einem Medium des kollektiven Wissens macht.

Gerade die Vielfalt zeichnet die Autorenschaft der Wikipedia aus, denn nur wertneutrale Beiträge haben dort Bestand.

Anders das Guttenplag-Wiki.

 

 

Besteht nicht die Gefahr, dass jemand hier falsche Plagiatsanschuldigungen veröffentlicht, obwohl in der Dissertation etwas ganz anders steht?Edit Besteht nicht die Gefahr, dass jemand hier falsche Plagiatsanschuldigungen veröffentlicht, obwohl in der Dissertation etwas ganz anders steht? section

Wie bei allen Wikis besteht diese Gefahr natürlich. Derzeit beginnen wir mit der Sichtung der eingegangenen Plagiatsmeldungen. Dennoch ist es weiterhin richtig, die dargestellten Informationen kritisch einzuordnen – das ist das Prinzip eines Wikis. Das Wiki ist jedoch offen und transparent, und jeder ist willkommen, alle Plagiate selbst zu prüfen, Einwände in der Diskussion zu äußern und gegebenenfalls Korrekturen durchzuführen.



Und genau hier liegt das Problem dieses "Wikis": es wird kein "kollektives Wissen" eingebracht, sondern es werden im Prinzip nur diejenigen aktiv, die Guttenberg am Zeug flicken wollen. Natürlich könnte dabei auch allerhand Unsinn veröffentlicht worden sein, aber wer soll das schon beurteilen?

Auf dieser Seite teilt man mit, man habe "44% verdächtige Textpassagen gefunden", natürlich sagt man aber nicht, wieviel davon juristisch haltbar als tatsächliches Plagiat gelten kann.

Dass kaum jemand sich gegen diese Einträge wehren kann, indem er Irrtümer und Falscheinträge markiert, ist eigentlich logisch, also wird immer weiter Front gemacht, und alles ohne Gegengewicht.

Zitat aus der Seite Guttenplag:

Bei einem der angeblichen Plagiate ist die Quelle in einer Fußnote angegeben/im Literaturverzeichnis aufgeführt. Ist das fair?Edit Bei einem der angeblichen Plagiate ist die Quelle in einer Fußnote angegeben/im Literaturverzeichnis aufgeführt. Ist das fair? section

Ein Plagiat wird nicht zulässig, nur weil eine Fußnote oder das Literaturverzeichnis auf die Quelle verweist. (Siehe auch, Abschnitt "Plagiarism - Sources Are Cited") Zweck einer Dissertation ist es, Neues herauszufinden und eine eigene Position zu vertreten. Die Verwendung fremder Literatur hat immer im Zusammenhang mit diesem Zweck zu geschehen. Das kann etwa kritische Bezugnahme darauf, Fortentwicklung dort vertretener Gedanken, Anwendung dortiger Ideen auf eigene Gedanken (oder umgekehrt) sein. Geschieht sie jedoch nur zum Zweck, sich fremde Gedanken zu eigen zu machen, um keine eigenen entwickeln zu müssen, so sprechen wir von einem Plagiategal, ob die Quelle irgendwo angegeben ist oder nicht.
So kann man natürlich auch verfahren: man legt willkürlich fest, was an wissenschaftlich "Neuem" nach eigener Einschätzung in einem Zitat, das ordnungsgemäss angegeben ist, enthalten ist, gibt dem ganzen den Titel "verdächtige Fundstelle" und kehrt der Recherche dann den Rücken - und somit wachsen die sogenannten "Fundstellen" stündlich.

Mit Aufklärung muss man solcherlei Vorgehen nicht betiteln, es ist lediglich eine Rufmordkampagne und das Aufbauschen weniger tatsächlicher Fehler, die bei genauerem Hinsehen wohl in jeder zweiten Dissertation vorhanden wären.
Aber im Allgemeinen interessiert es das Prekariat eben nicht, was wer mit Fussnoten versehen hat oder nicht - es sei denn, er heisst Guttenberg und ist Deutschlands Lieblingskind.
Das Guttenplag ist ein Gradmesser des Neides, der Eifersucht und ein Pranger, der aus einem anonymen Standort einer virtuellen Steinigung gleichkommt.
So, wie man Boris Becker als angeblichen Steuersünder gesteinigt und aus Deutschland vertrieben hat, wie man Steffi Grafs Familie durch Anwürfe, die im Grunde an den Haaren herbeigezogen waren, kriminalisiert hat, so ist nun eben Guttenberg an der Reihe, fertiggemacht zu werden.
Warum fragt sich eigentlich niemand, wieso sich ein Schwarm, ein Rudel von Leuten zusammenrotten sollte, um in nie dagewesener, akribischer Kleinarbeit den Versuch zu unternehmen, einem Juristen den Doktortitel streitig zu machen? Das soll alles unorganisiert sein?
Es ist dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Entrüstung des normalen Volkes, des Bürgers, es ist dies eine gezielte Vernichtungskampagne gegen einen, der zu schnell nach oben kam, als dass man ihn vorher noch entsprechend handzahm machen hätte können.
Es ist dies auch kein alleiniger Coup der Opposition, sondern Guttenberg ist gefährlich für die Leute aus den eigenen Reihen, denn er ist a)reich, b)unabhängig und c)mächtig.
Vielleicht auch eine Spur zu unangepasst, zu unberechenbar für diejenigen, die seiner Sympathie im Land nun mit gemischten Gefühlen entgegensahen.
Man hat die vorher sorgsam aufgebaute Lichtgestalt nun 1-2-3 demontiert, und das gelingt nicht einem Mob der Schwarmintelligenz, sondern da gibt es sicherlich besserinformierte Kreise,besser organisierte Strukturen, die Angela Merkel aus der DDR-Zeit nicht unbekannt sein dürften. Das ganze Szenario wirkt wie ein Plagiat aus dem Ministerium für Staatssicherheit.
Angie reloadet?
Wer kennt Guttenbergs Schwachstellen besser als die Leute, die ihn berufen haben, die  Guttenberg schon lange kennen, sein Leben durchleuchtet haben und ihm vielleicht sogar den Weg geebnet haben?
Eine Antwort wird Frau Merkel wohl schuldig bleiben und stattdessen politisch korrekt hinter Guttenberg stehen und nunmehr manövrierunfähigen Minister in die gewünschte Richtung einnorden.
Viel Spass beim Nachdenken wünscht
C.d.R.
Chefredakteurin Independent Pressgroup

PS:

CSU-Chef Horst Seehofer stellte klar: „Ein Minister stürzt nur, wenn es die Partei will, und die Partei will nicht.“ Vom Volk war da nicht mit einer Silbe die Rede...

Klar wird man nicht die Kuh schlachten, die man melken will, aber den edlen Ritter ein wenig vom Pferd holen und dabei selbst wieder etwas mehr Geltung zu erlangen ist doch auch nicht verkehrt.










Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 11:21 Uhr
 

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