Joohopia Template

Newsticker

Autoren-Log In

Karitatives

Möchten Sie Ihr Anliegen hier publizieren? Dann diesem Link folgen!

 
 

Kapitän, der Piraten vor Somalia narrte, erhält UNO-Trophäe PDF Drucken E-Mail
Politik
Autor: Christian Holger Strohmann   
Dienstag, den 19. Juli 2011 um 16:25 Uhr

Ein Schiffsführer, der seine Besatzung und den Frachter in Sicherheit brachte, obwohl eine Piratenattacke ihn fast das Leben gekostet hätte, erhält den renommierten Preis für besondere Tapferkeit auf hoher See der Vereinten Nationen.

Anfang Juli verkündete die Internationale Schifffahrts-Organisation (IMO) der Vereinten Nationen, dass ihr Aufsichtsrat die Entscheidung einer Jury bestätigt hat, die jährliche IMO-Trophäe für Heldenmut auf See an Kapitän Seog Hae-gyun zu verleihen. Er habe außerordentliche Courage und Verantwortung für seine Mannschaft bewiesen, die weit über seine Pflichten hinausgingen und ihn selbst in größte Gefahr für Leib und Leben brachten.

Seemann trotzte Schlägen und Schussverletzungen


Der südkoreanische Kapitän Seog führte den Chemikalien-Transporter “Samho Jewelry” als dieser am 21. Januar 2011 im Indischen Ozean vor der Küste Somalias von Piraten gekapert werden sollte. Nachdem die Freibeuter das Schiff bereits geentert hatten, hielt der erfahrene Seemann Kurs auf die offene See weg von der somalischen Küste, ließ Treibstoff ab, um dessen Explosion zu vermeiden, täuschte einen Fehler an der Steuerung vor und drosselte die Maschinen.

Kapitän Seog gelang es auch, heimlich Informationen über die Attacke an die Marine weiterzugeben, was zu einer erfolgreichen Eroberung des Tankers durch ein Militärkommando der Republik Korea und schließlich zur Rettung aller 21 Besatzungsmitglieder führte.
Während des Piratenaktes hatte der Kapitän zahlreiche Angriffe zu überstehen, bei denen er Bein- und Schulterbrüche erlitt. Später schossen ihn die Seeräuber zweimal in den Bauch und einmal in die obere Hüfte, was mehrere Operationen erforderte und Seog Hae-gyun fast das Leben kostete.

Piraten schlagen immer dreister, professioneller und häufiger zu


Der IMO-Aufsichtsrat hat sich auch darauf geeinigt, den maritime Rettungszentren in Falmouth, Großbritannien, und Stavanger, Norwegen, Ehren-Urkunden für ihren weitreichenden Beitrag zu Such- und Rettungsaktionen auszustellen.

Die Zahl der Piraten-Überfälle auf hoher See nimmt mittlerweile immer weiter zu. Wie aus einem am 14. Juli 2011 veröffentlichten Bericht des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) der Internationalen Handelskammer hervorgeht. Allein somalische Piraten verübten im ersten Halbjahr dieses Jahres 163 Überfälle, verglichen mit 100 im ersten Halbjahr 2010.

Allerdings waren in den ersten sechs Monaten 2011 nur 21 dieser Überfälle erfolgreich. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatten somalische Piraten noch 27 Schiffe gekapert. Der Rückgang wird auf die gestiegene Militärpräsenz im Golf von Aden zurückgeführt.

Seeräuber auch vor den Küsten Westafrikas und Asiens


Weltweit nahmen Seeräuber seit Jahresbeginn 495 Besatzungsmitglieder als Geiseln, mehrheitlich vor der somalischen Küste. Sieben Seeleute wurden getötet und 39 weitere verletzt. Ende Juni hatten die Piraten laut IMB noch 420 Besatzungsmitglieder auf 20 Schiffen in ihrer Gewalt.

Die Piraten werden den Angaben zufolge immer brutaler und professioneller. Während sie vor fünf Jahren nur mit Messern bewaffnet gewesen seien, setzten sie heute vielfach Raketenwerfer und automatische Waffen ein.

Piratenakte bleiben nicht auf den Indischen Ozean beschränkt. Auch vor der westafrikanischen Atlantikküste, insbesondere vor Benin und Nigeria, nehmen die Angriffe den Angaben zufolge zu. Weitere Überfälle wurden vor den Küsten von Indonesien, Malaysia und Singapur sowie im Südchinesischen Meer verzeichnet.

Dank ihres besonnenen Kapitäns konnte

die “Samho Jewelry” den Piraten entkommen

(Foto: worldmaritimenews).

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. Juli 2011 um 20:29 Uhr
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Werbung

   
 
Copyright © 2017 Independent Pressgroup. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.

 

tmpl by joohopia