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Neues Vormundschaftsgesetz wurde verabschiedet PDF Drucken E-Mail
Politik
Autor: sunshineavenue   
Dienstag, den 12. Juli 2011 um 19:32 Uhr

Neues Gesetz zur Amtsvormundschaft

Nun ist es gesetzlich verbrieft: Ein Amtsvormund darf bis zu 50 Mündel betreuen. So die Obergrenze, die von der Regierung festgelegt wurde. Eine stattliche Anzahl angesichts der wenigen Mitarbeiter in den Jugendämtern Deutschlands.

 

Das Problem

Es vermag für den Laien eine kleine Anzahl bedeuten - aber: ein Amtsvormund soll auch monatlich persönlichen Kontakt zu seinen Mündeln halten - so sagt es die neue Gesetzesvorschrift. Dies bedeutet, dass man bei insgesamt maximal 22 Arbeitstagen pro Monat wenigstens 2 Hausbesuche täglich durchführen MUSS, um dem Gesetz Folge zu leisten. Wie das durchführbar sein soll, haben die Politiker allerdings nicht bedacht. Denn das Mündel wohnt nicht um die Ecke, sondern teilweise in einem anderen Bundesland, und selbst in Berlin fährt man bis zu 2 Stunden, bis man "jwd" angekommen ist. Hinzu kommt, dass Mündel ab ca. dem 6. Lebensjahr zumeist erst in den Nachmittagsstunden erreichbar sind, weil sie davor die Schule besuchen. Und ob er oder sie so begeistert sind, jeden Monat von Onkel oder Tante Amt besucht zu werden, ist dann ein weiteres Problem.

Die Angst der Politiker

"Schuld" an der neuen Gesetzesvorgabe ist der "Fall Kevin aus Bremen", wo das Jugendamt jahrelang involviert war, das Kind dennoch tot in einer Kühltruhe aufgefunden wurde.

Die Politiker machen es sich aber zu einfach, denn man kann nicht die Zahl der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst senken und gleichzeitig die Anforderungen an die Mitarbeiter erhöhen. Die Zahl der Problemfälle steigt nämlich in der letzten Zeit drastisch.

Die Amtsvormundschaft

... ist laut BGB nachrangig. Es finden sich aber immer weniger Einzelvormünder, die diese schwierigen Aufgaben wie Personensorge, Vermögenssorge, Aufenthaltsbestimmung, Umgang, Unterhalt etc. pp. bewältigen können / wollen. Wozu auch, der Staat bietet ja seine Bediensteten an - und ein Einzelvormund wird dazu noch schlecht bezahlt - sind Großeltern bereit, eine Vormundschaft zu übernehmen, werden ihnen dazu noch staatliche Leistungen, die beispielsweise Pflegeeltern beanspruchen dürfen, verwehrt.

Fazit

Ein Gesetz, das durch viele Hände lief - es wurde lange genug disktutiert, aber diejenigen, die an der Basis arbeiten, die ihre Bedenken und Verbesserungsvorschläge einbrachten, wurden nicht gehört ... es ist wieder einmal mehr Schein als Sein - und wir dürfen abwarten, wann die erste Änderung dieses Gesetzes erfolgen wird (muss).

 


 


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 18:10 Uhr
 

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