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Ehrenbotschafterin Angelina Jolie trifft syrische Flüchtlinge PDF Drucken E-Mail
Politik
Autor: Christian Holger Strohmann   
Montag, den 20. Juni 2011 um 17:12 Uhr

Begrüßt mit Sprechgesängen und Hochrufen besuchte Hollywood-Star und UNO-Goodwill-Botschafterin Angelina Jolie am 17. Juni 2011 - wenige Tage vor dem Weltflüchtlingstag, der alljährlich am 20. Juni begangen wird - einige der mittlerweile Tausenden Syrer, die vor der staatlichen Gewalt in ihrem Land Zuflucht in der benachbarten Türkei gesucht haben.

Angelina Jolie, die ihr Mandat vom UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) erhielt, sprach mit Bewohnern des Altinozu-Camps in der Hatay-Provinz, das 20 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt errichtet wurde.

Syrische Flüchtlinge haben Angst um zurückgebliebene Angehörige


“Die Menschen in diesem Lager sind aus Angst um ihr Leben geflohen und viele haben mir erzählt, dass sie sich große Sorgen um ihre Angehörigen und Freunde machen, die noch in Syrien sind”, sagte Jolie in dem Camp, in dem bisher 1700 Flüchtlinge aufgenommen wurden.

Die syrischen Machthaber werden weltweit für ihre blutige Unterdrückung von Protesten kritisiert, die zu Beginn dieses Jahres im Rahmen massiver Aufstände quer durch Nordafrika und den Nahen Osten aufflammten, und bereits zum Sturz der langjährigen Regime in Tunesien und Ägypten sowie zu einem anhaltenden Konflikt in Libyen führten.

Die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen glaubt, dass bis Mitte Juni in Syrien die Zahl getöteter Demonstranten auf über 1.100 gestiegen ist, viele von ihnen unbewaffnete Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Nach UNHCR-Angaben hat sich die Zahl der Flüchtlinge aus dem Nordwesten Syriens in der zweiten und dritten Juniwoche erhöht, sodass nunmehr über 10.000 Menschen in Lagern leben, die im türkischen Grenzgebiet zu Syrien von der Regierung mit Hilfe des türkischen Roten Kreuzes betreut werden.

Türkei weist keine syrischen Flüchtlinge ab


Zu denen, die ihre Fluchtgeschichte mit der Oscar-Preisträgerin und Mutter von sechs Kindern teilten, gehörte auch eine Frau, der es als gelungen war, Syrien hochschwanger zu verlassen und ihr Baby im Camp zur Welt zu bringen. Eine andere Frau fürchtete um das Leben ihres Mannes, der in Syrien zurückblieb und bisher nicht in der Lage war, die Grenze zur Türkei zu überqueren.

Anlässlich ihres Besuches würdigte Angelina Jolie die Türkei für deren Aufnahme der Flüchtlinge und betonte, wie wichtig es in solchen Situationen sei, dass die Menschen einen Zugang zu sicherem Lebensraum haben. „Ich bin wirklich dankbar für die türkische Politik der offenen Tür, die es den Syrern erlaubt, mit der Gewissheit einzuwandern, dass es keine erzwungenen Ausweisungen gibt“, sagte die Schauspielerin.

Sie machte auch darauf aufmerksam, dass der UNHCR jederzeit zur Unterstützung bereit sei, wenn die Situation eskalieren sollte. „Es handelt sich um eine wirklich komplizierte Lage, in der jeder sein möglichstes tun muss, um zu verhindern, dass unschuldige Familien in das Kreuzfeuer zwischen den Fronten geraten. Deshalb werde ich die Ereignisse aus nächster Nähe verfolgen und nach besten Kräften helfen“, so Jolie.

Die Top-Offiziellen der Vereinten Nationen, darunter Generalsekretär Ban Ki-moon, haben den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad nachhaltig dazu aufgefordert, auf die Wünsche und Hoffnungen seiner Landsleute zu hören und alle Vorkehrungen zu treffen, um Menschenleben zu schützen.

Weltflüchtlingstag am 20. Juni wird zum Start für Kampagne „One“


Mittlerweile reiste die ehrenamtliche UNO-Botschafterin Jolie am 19. Juni weiter nach Lampedusa, wo sie gemeinsam mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen António Guterres einige der über 40.000 Flüchtlinge und Asylanten aus Nordafrika besuchte, die seit Jahresbeginn das Mittelmeer bis zu der kleinen italienischen Insel überquert hatten.

Das UNO-Flüchtlingskommissariat begeht am 20. Juni den jährlichen Weltflüchtlingstag mit Veranstaltungen an vielen Orten der Welt und dem Start einer neuen globalen Kampagne mit dem Motto “One”. Diese soll für die nächsten sechs Monate die Aufmerksamkeit für das Schicksal von Vertriebenen und Staatenlosen erhöhen und die Botschaft „Ein Flüchtling ohne Hoffnung ist zuviel“ um den Erdball tragen.

UNO-Botschafterin Jolie bei syrischen Flüchtlingen.

Foto: UNHCR/J.Tanner

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 23. Juni 2011 um 18:17 Uhr
 

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